Über den Magyar Agar





Der Magyar Agar ist ein großer kurzhaariger Windhund, stämmig ohne schwer zu wirken. Sein robuster, muskulöser Körper sollte seine Verwendung als einen leistungsfähigen Gebrauchshund unterstreichen. Sein Wesen ist treu, folgsam, leichtführig, zäh, ruhig Zuhause und expansiv im Gelände. Je nach Haltungsform und die Zuchtlinie kann sein Wachinstinkt stark ausgeprägt sein. In Ungarn werden die Hunde unabhängig von der Jahreszeit vorwiegend draußen gehalten. ( Bei uns lieben sie das Bett über alles...)



Geschichte


Der Magyar Agar blickt auf eine sehr lange Geschichte zurück. Angebunden an die Wanderung des berittenen Nomadenvolkes, den Magyaren, kamen die Urahnen des Magyar Agar aus dem Steppengebiet des Uralgebirges. Im IX-Jahrhundert drangen die ungarischen Stämme unter dem Großfürsten Arpad in das Karpatenbecken ein und besetzten die Gebiete der Pannonier. Das Reitervolk brachten Windhunde vermutlich mit orientalischem Einfluss mit, die sich mit den Nachkommen des "Vertragus", dem Urvater aller okzidentalen Windhunde, vermischten. Diese Hunde bilden die Wurzel des heutigen Magyar Agar. Windhundjagd war in Ungarn sehr populär, und nicht nur als ein Privileg des Adels, sondern wurde auch von den Bauern und anderen Ständen betrieben. Dies prägte auch eine unterschiedliche Erscheinungsform des Magyar Agar in den vergangenen Jahrhunderten. Einmal gab es den größeren Typ und einen merklich kleinen "Bauern-Agar", welcher in Ungarn als "Hasenfänger" bekannt war. Mitte des XIX-Jahrhundert wurden die Coursings auf Hasen völlig verboten. Dadurch nahm die Anzahl der M.A. stark ab. Die beiden Weltkriege forderten ihren Tribut, nur auf den Bauernhöfen wurden noch vereinzelt M.A. zu Jagd gehalten. Erst in den sechzigen Jahren erinnerte man sich an die Hunderasse. Es bedurfte mühseliger Suche und großer Anstrengung diese Rasse wieder aufzubauen. Seit 1966 ist der M.A. von der F.C.I. als Rasse anerkannt. Bei der Festlegung des Rassestandards entschloss man sich (leider) für die größere Variante des M.A. Um die anfänglich sehr kleine Population zu erweitern wurden auch M.A.-Mischlinge in die Zucht eingesetzt. Vor allem der Einfluss des englischen Greyhound ist in vielen Zuchtlinien mehr oder weniger unverkennbar. Der ungarische Hundeverband MEOE zählt jedes Jahr an die 100 Welpeneinträge, dies zeigt, dass die Rasse bis heute um ihren Platz in der Hundewelt ringt.